Montag, 14. Februar 2011

16 – Last but not least

Manila am Freitag, den 11.2.2011

(von David Weisheit)


Subic Shipyardand Engineering

Tjena liebe Blockleser.

Heute sind wir sehr früh zu unserem letzten Firmenbeuch aufgebrochen. Unser Bus hat uns um kurz vor halb sieben abgeholt. Einige haben die Nacht zum Schlafen genutzt. Andere sind direkt aus dem Nachtleben in den Bus gefallen. Dem entsprechend war auch die Fahrt.

Die ersten beiden Stunden haben alle geschlafen. Dann haben wir unterwegs am Rande einer kleinen Stadt Rast gemacht um unser Frühstück einzunehmen. Es war entweder asiatisch – Nudeln und/oder Reis mit Fleisch – oder amerikanisch – Donut und Kaffee. Nachdem dann alle gestärkt und wach waren, sind wir ca. noch eine weitere Stunde bis zu unserem Ziel gefahren, die Werft der Firma Subic Shipyard & Engeneering Inc.

Subic Shipyard & Engeneering Inc ist ein Unternehmen, dessen Hauptsitz in Singapur ist. Die Werft auf den Philippinen wurde vor ca. 30 Jahren gegründet.

Dort angekommen sind wir von Frau Eden Medina (Admin Officer for Training) in Empfang genommen worden. Sie hat uns als erstes das Ausbildungsprogramm der Firma vorgestellt. Da die Bildung auf den Philippinen nicht immer besonders gut ist, werden die neuen Arbeiter geschult. Diese Schulung, die an eine deutsche Ausbildung erinnert, dauert ca. vier Monate. Dort werden den Mitarbeitern neben Englisch erst einmal die theoretischen Grundlagen ihrer zukünftigen Tätigkeit beigebracht. Diese sind vor allem Schweißen, Fügen, technisches Zeichnen und elektrische Grundkenntnisse.

In einer zweiten Phase werden die erlernten theoretischen Kenntnisse in praktischen Übungen umgesetzt. Hierfür ist eine separate Ausbildungswerkstatt errichtet worden. In der letzten Phase – training on the Job – werden die Mitarbeiter unter Aufsicht erfahrener Kollegen in den Einsatz der Produktion entlassen. Dort werden sie Stationsweise alle Arbeitsschritte kennen lernen. Das Verhältnis von Theorie und Praxis beträgt ca. eins zu zehn. Die Mitarbeiter werden in Klassen zu zwölf Personen unterrichtet. Von den ca. 1000 Mitarbeitern sind 100 Auszubildende. Es existiert ebenfalls eine zwölfköpfige weibliche Ausbildungsklasse. Um Auszubildende präventiv vor Konzentrationsschwächen zu bewahren, werden keine gemischten Klassen eingerichtet. Die Auszubildenden müssen über jedes erlernte Thema einen Test ablegen, der zu bestehen ist.

Auch wird das Thema Sicherheit – zu mindestens theoretisch – Großgeschrieben. Jedem Mitarbeiter wird eine PSA (Persöhnliche Schützausrüstung) bereitgestellt. Diese besteht Hauptsächlich aus einem Arbeitsoverall, Sicherheitsschuhe, einer Schutzbrille, einem Schutzhelm, einem Sicherungsseil und einer ID Karte. Bei der Führung haben wir jedoch nur den Sicherheitschef und den Sicherheitsbeauftragten in voller Montur gesehen. Die meisten Arbeiter hatten nur eine lange Hose und ein T Shirt an. Einige haben noch schnell ihren Helm aufgesetzt, als sie unsere Gruppe entdeckt haben.

Viele der Arbeiter wohnen sieben bis acht Stunden von der Werft entfernt. Für diese Arbeiter, hat das Unternehmen Wohnräume mit diversen Erholungs-, Sport- und Entertainmöglichkeiten eingerichtet. Diese Kosten werden von Subic Shipyard getragen.

Nach dem wir nun viel über die Ausbildung gehört hatten, sind wir durch die Werft geführt worden. Dort gab es verschieden Hallen, in denen einzelne Arbeitsschritte wie z.B. zuschneiden von Blechen durchgeführt wurden. Das Eindrucksvollste war jedoch das 700 m lange Trockendock, in dem sich zwei große Schiffe befanden. Die bisherige Hauptaufgabe von der Werft ist die Reparatur von Schiffen aller Art. Seit neustem Bauen sie aber auch Schiffe. Ihr erstes Projekt konnte noch in den letzten Zügen betrachtet werden. Es war ein Verladeschiff mit dem Namen FC Princesse Cloe. Mit diesem Schiff ist es möglich sehr große Schiffe zu Be- und Endladen, die – auf Grund ihrer Größe – nicht in den Hafen einlaufen können. Für die Zukunft ist eine Expansion in diesem Bereich geplant. Hierfür soll ein zweites Trockendock (am liebsten Überdacht) gebaut werden. Nach ca. drei Stunden war unser Besuch dann zu Ende.

Auf der Rückfahrt lief das Gleiche wie am Morgen ab. Wir haben kurz nach Abfahrt Rast gemacht und Mittag gegessen. Diesmal jedoch nur Asiatisch. Die restlichen zweieinhalb Stunden der Rückfahrt ist wieder geschlafen worden.

Am Hotel angekommen, wurde sich erst einmal frisch gemacht. Dann sind wir alle zum Abendessen in ein Restaurant namens „Havanna“ gegangen. Dies war ein kleines gemütliches spanisches Lokal in mitten von Manila. Leider war dies auch für zwei Teilnehmer (hallo Simon, hallo Thomas) der letzte Abend. Nach dem Essen haben wir uns in alle Richtungen aufgeteilt.

David Weisheit

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