Freitag, 4. März 2011

19 - Ein Wort zum Schluß

Sonntag, der 27.2.2011
(von Horst-G. Lippold)

unterwegs in den Tigerstaaten

Mittlerweile ist unsere Reise vorbei und nach vier Wochen sind auch die letzten vier Bangkok-/Kambodscha-Fahrer zurückgekehrt in´s heimatliche Köln. Ich habe Tage gebraucht, um wieder richtig anzukommen und es heisst ja auch, dass die Seele langsamer reist und wir erst wieder vollständig sind, wenn auch sie angekommen ist.

In den Wochen unserer Studienfahrt ist so schnell so viel geschehen, dass wir zeitweise das Gefühl hatten, permanent auf der Überholspur zu leben und schon Monate unterwegs zu sein. Jedenfalls werde ich Monate brauchen, um alle Eindrücke und Erinnerungen zu verarbeiten.

Unsere Reise, das war Taiwan und Indonesien und Malaysia und die Philippinen oder die Inseln Formosa und Java und Borneo und Luzon und die Visayas oder die Städte/Orte Taipei und Jakarta und Kota Kinabalu und Manila und Balabag (Boracay) oder Taiwan Beer und Bintang und Tiger Beer und San Miguel.

Es waren acht (!) Lang- und Kurzstreckenflüge und zahllose Taxi- und Bus- und Tricycle- und Schiffsfahrten und aufregende Tage und kurze Nächte. Es waren spannende Firmenbesuche und freundliche Menschen und eine Bergtour und pazifische Strände.

Es waren Millionenstädte und der Regenwald und die tropische Sonne und monsunartige Regenfälle. Es waren tolle Abende mit asiatischem Essen und es war schwitzen, wie man es im deutschen Winter nur in der Sauna kennt. Es war ein Traum, aber wie im Film Inception heisst es irgendwann: aufwachen.

Eine Reise durch vier Länder bringt es mit sich, dass Vergleiche angestellt werden, obwohl das angesichts der Kürze unserer jeweiligen Aufenthalte sicherlich ungerecht ist. Beeindruckt haben mich jedenfalls überall die Freundlichkeit, Offenheit und Hilfsbereitschaft der Menschen.

In Taiwan sind mir besonders die exzellente Küche und die Vielfalt und Lebendigkeit des Landes aufgefallen. In Indonesien hat mich u.a. die wirtschaftliche Dynamik beeindruckt, die deutlich macht, warum dieses viertgrößte Land der Welt zu den Tigerstaaten gehört.

In Malaysia hat es mir persönlich wegen des entspannten Miteinanders der Menschen und der gut funktionierenden Infrastruktur am besten gefallen. Die Philippinen erschienen mir mit ihrer ebenfalls enormen wirtschaftlichen Dynamik am wenigsten asiatisch und eher wie ein pazifischer oder karibischer Inselstaat mit spanisch-katholischer Vergangenheit. Spannend und aufregend war es jedenfalls überall.

Zu guter Letzt möchte ich auch meiner Dankbarkeit Ausdruck verleihen. Ich danke den Verantwortlichen in den von uns besuchten Unternehmen für ihre Gastfreundschaft und dafür, dass sie sich die Zeit für uns genommen und uns so bereitwillig alles gezeigt und erklärt haben. Ich bin froh und dankbar, dass alle Teilnehmer wieder gesund und wohlbehalten nach Hause gekommen sind und danke allen Beteiligten für ihr Vertrauen bei der Planung und Durchführung unserer Reise.

An diesem Blog haben übrigens alle Teilnehmer mitgewirkt und abgesehen von unserer zum Teil recht kreativen Orthographie steckt unser Werk so voller Anspielungen, dass ich demjenigen, der als Erster alle Fehler und Anspielungen findet, gerne ein Zwischenbier ausgebe.

Vorerst freue ich mich auf unser Nachtreffen, wo wir bei Wein, Weib, Gesang, Photos und Filmen sowie natürlich Zwischenbier und gutem Essen in Erinnerungen schwelgen und vielleicht auch von zukünftigen Abenteuern träumen wollen.

In dem Sinne verbleibe ich für diese Reise letztmalig wie in der Truman-Show:

and if i don´t see you:
good afternoon, good evening and good night.

Ihr Horst-G. Lippold






aufwachen

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